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Mal ohne Quatsch...


...habe ich wirklich über ein Jahr nix geschrieben? Wo sind nur Zeitgefühl und Pflichtbewusstsein geblieben?

Ein Erklärungsversuch: Manche Sachen sind eben zu belanglos, um sie öffentlich zu verbreiten (gibt schließlich schon genug Leute, die die Leserschaft mit den neuesten Abenteuern Ihrer Vierbeiner, etc. "begeistern") - und andere sind halt viel zu privat. Ehrlich jetzt.

Aber es gibt ja noch einen sehr breiten Mittelweg zwischen diesen Extremen, und wenn sich auf diesem etwas ohne die Einschränkungen "Verschlusssache" oder "gefährlich langweilig" ergibt, werde ich es umgehend erwähnen. Versprochen. Also so halb.

Welches Prädikat dieser Eintrag hier bekommt, möchte ich lieber nicht wissen... :))

Weiter geht's...

Sooo, nachdem mich hier sicherlich (oder eher hoffentlich) einige vermisst haben, werde mich mich mal aufraffen und mit neuem Schwung und Elan (muss ich noch besorgen, habe ich aber ganz oben auffem Zettel) an neues und noch geschmeidigeres Gedankengut machen - bzw. daran, dieses zu Papier virtueller Art zu bringen.

Hier noch eine Phrase: Neues Jahr - neues Glück! Und wie immer: Heiter weiter! All meinen (beiden) Lesern ein frohes, gesundes, glückliches, zufriedenes und je nach Passion natürlich auch erfolgreiches neues Jahr 2009.

Yes, I Can. Boogie. Sir.

Zähne / Zahnriemen

Tach. Bin dann mal wieder da, nachdem ich die letzten Monate mit beiden Themata oder Themaiken oder Thematika zu tun und kämpfen hatte. War am kämpfen tun quasi.

Wenn man irgendwie keinen Nerv auf Zahnarztbesuche, bzw. die damit verbundenen Schmerzen und Kosten hat, kann es vorkommen, dass man diese gerne mal in Intervallen von 12 Jahren und mehr in Angriff nimmt - was nicht gerade clever ist, da sich oben genannte Schmerzen und Kosten dadurch nicht gerade minimieren, bzw. vermeiden lassen. Jedenfalls freue ich mich nun über ein amalgamfreies Maul und den Moment, in dem ich jenes auch wieder uneingeschränkt nutzen kann.

Da musste ich mich wirklich am Riemen reißen, um nicht über das Zahnweh zu jammern - und schon sind wir beim Zahnriemen: Dessen Wartungsintervalle sollte man wirklich einhalten und nicht erst in die Werkstatt fahren, wenn man ein verdächtiges Klappern, Krachen, Dengeln oder Dongeln aus dem Motorraum hört. Da kann es nämlich bereits zu spät und der Motor kurz vor dem Exitus oder weit drüber sein. War er bei mir nicht, aber dafür dennoch ein gleichermaßen teurer wie zweifelhafter Spaß. Nun schnurrt mein silberner Löwe aber wieder (raub-)katzengleich, und ich bin froh, dass ich ihn noch rechtzeitig habe reparieren lassen.

Und nun heißt es wieder mal: Heiter weiter!

Einem geschenkten Gaul...

Genau, dem schaut man nicht ins Maul. Aber dem Opa. Denn da befindet sich ein kleines Eldorado. Also befand sich. Zumindest nach eigenen Angaben. Ihm musste nämlich im Zuge einer "Esszimmer"-Renovierung unter anderem eine güldene Zahnkrone entfernt werden. Feingold, oder? Und dafür – so ließ ihn der Zahnarzt wissen – gibt es zur Zeit eine Menge Geld. Da werde ich in meiner Funktion als sogenannter Hartz-IV-Schmarotzer (danke an Presse, Funk und Fernsehen für diesen, zum Glück nicht verallgemeindernden oder gar abwertenden Ausdruck) doch glatt hellhörig.
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Was Frauen wollen

Schon eigenartig, dass es so viele Singles auf der Welt gibt. Dabei stellt doch die selbstbewusste Frau von heute gar keine großartigen Ansprüche, wie folgendes Gesuch bei einer Online-Singlebörse belegt. Die Dame will doch nix Besonderes, sondern lediglich einen...
Sehr intelligenten, erfolgreichen, sehr gut aussehenden, ehrlichen, treuen, charmanten, stilvollen, gepflegten, humorvollen, charismatischen Gentleman mit Tiefgang, ohne Bauch, ohne Bart, ohne Glatze, mit vollem Haar, liebevoll, zärtlich, einfühlsam, romantisch, bodenständig, sportlich, geistig flexibel, durchtrainiert, charakterstark, Nichtraucher, ab 1,86 m, bis max. 38 Jahren, finanziell gesettelt, bisher ohne Kinder, aber der weiss, was er will und Verantwortung übernehmen kann.
Na wenn es weiter nichts ist – sowas gibt es doch wohl wie Sand am Meer. Mit Bauch hat man übrigens mehr Tiefgang, aber das grenzt ja schon an Nautik. Ich scheide da wirklich nur um Haaresbreite aus – doch gerade diese Haare machen ja das Entscheidende aus. Fehlt eigentlich nur noch die Wunsch-"Gurkengröße" in dem Gesuch, aber die kriegt man bestimmt bei erster Kontaktaufnahme umgehend mitgeteilt...

Elektroschrott


Damit könnte ich ohne Zweifel auch die Sorte "Musik" meinen, die von den neuen Nachbarn her durch das hellhörige Treppenhaus und die vermutlich aus Papier gefertigten Wohnungsabschlusstüren direkt in meine generell schon geschundenen Ohren dringt. Nix gegen elektronische Musik, aber ab einer gewissen BPM-Zahl wirds nervig (und ich hätte echt eine Wette drauf abschließen sollen, was der lange, dürre Typ mit der Baseballmütze so hört – ahnte ich es doch bereits auf den ersten Blick).

Gemeint ist aber auch vielmehr der kleine, grau schimmernde Kasten unter meinem Schreibtisch, der sich mal "Rechner" schimpfte – vollkommen zu Unrecht, denn momentan verweigert er diesen Dienst und hat mehr Spaß daran, sich aufzuhängen. Dabei habe ich nichts getan, was ihn in den Suizid treiben könnte. Dennoch, der Sauhund macht das sogar bis zu viermal in der halben Stunde. Mehr Leben als eine Katze hat er offensichtlich auch noch. Ist nur nicht so geschmeidig.

Klar, ich möchte auch nicht unbedingt zu jemandes Füßen liegen und andauernd rechnen müssen, dazu noch, wenn es nun etwas zugiger wird am Boden. Aber das ist doch immer noch besser als die meisten Jobs bei irgendwelchen Zeitarbeits- oder Dienstleistungsunternehmen, also was streikt der Bursche da bitte andauernd? Ist doch kein Lokführer.

Für meine Nerven ist so ein Gebahren jedenfalls Gift, neige ich doch dazu, momentan bei der kleinsten Kleinigkeit aus der Haut zu fahren. Aber genau das scheint die Knatterkiste zu spüren. Daher verhöhnt sie mich auch mit dem Rattern einer erhöhten Festplattenaktivität und dem Reaktionsvermögen eines Beamten auf Baldrian. Doch noch bin ich hier der Herr im Haus und das werde ich dem Schrotthaufen schon beibringen. Dann wird halt öfter mal der Netzstecker gezogen oder eines Tages für kompletten Ersatz gesorgt. Wenn der feine Herr meint, er müsse den Dienst verweigern – bitteschön! In den Läden stehen schon 10 andere, die diese Arbeit gerne machen.

Irgendwann platzt mir nämlich wirklich der Kragen oder gar der Arsch. Und das dann sicherlich über der Klapperkiste. Asche zu Asche, Staub zu Staub und Scheiße zu Scheiße. So siehts nämlich aus! Nicht mit mir Männeken... und nun gehe ich lieber an die frische als in die Luft. Das musste mal raus.

Das volle Verwohnprogramm


Genau, es wird nicht verwöhnt, es wird nur noch verwohnt. Mittlerweile auch hier im Haus. Ein Augenzeugenbericht der "Landung in der Nomadie".
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Seniorenausflug nach Vulgarien


In letzter Zeit halten sich meine Großeltern dort häufiger auf als angebracht – zumindest für meinen Geschmack. Dass Opa unter Alters-Tourette litt, hatte ich inzwischen hingenommen, doch nun beanspruchten sowohl er als auch Oma durchaus noch andere Obszönitäten für sich.
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Die Drecksau-Diät


Hier nun eine Blitz-Diät für ungepflegte Menschen, die auf die Schnelle ein paar Pfund verlieren möchten. Es ist für eine sogenannte "Drecksau" gar nicht schwer, das Gewicht zu reduzieren, wenn man sich an die nachfolgenden Tipps hält:

- Körperbehaarung stutzen/entfernen (je nach Passion)
- Zahnbürste, Zahnseide und Q-Tips benutzen
- Pickel ausdrücken
- Flusen aus dem Bauchnabel entfernen
- Finger- und Zehennägel schneiden

Schon purzeln die Pfunde. Allerdings sieht die Figur anschließend so aus wie vorher – nur gepflegter. "Dick, aber sauber" lautet hier die Devise.

Diese Gedanken kamen mir, als ich im Treppenhaus dem schmierigen Schmierlappen von Hausmeister begegnete, der mir immer erzählt, wie viel er doch abnehmen möchte... Ich denke, mit den oben erwähnten Maßnahmen sollte er beginnen, damit wäre schon viel gewonnen – zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten. Fiesemöpp.

(Übrigens super, dass hier noch immer keine Listen formatiert oder die Schriftgröße geändert werden kann.)

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze


Ginge es nun um den DFB-Pokal, müsste ich locker 500 € in das Phrasenschwein werfen. Geht es aber nicht, da mir ein Interesse für Fußball nicht mitgegeben wurde. Vielmehr handelt es sich bei dem angesprochenen POKAL um den gleichnamigen Becher aus dem IKEA-Sortiment. Dieser hat leider keinen Henkel und somit – jetzt sind wir schon bei den Gesetzen – ist äußerste Vorsicht geboten, wenn man ihn mit einem Heißgetränk befüllt. In diesem Zustand lässt sich das Steingut-Gefäß nämlich nicht mehr mit den bloßen Händen transportieren, da es die Temperatur des Getränkes annimmt, noch ehe man es an den Ort des Verzehres bringen konnte. Außer natürlich, man hat extremst verhornte Finger oder ist komplett schmerzfrei. Nicht selten geht das ja miteinander einher. Ansonsten gilt: Zeit mitbringen – oder Ofenhandschuhe.

Wieso ich das erzähle? Nun, ich konnte aufgrund verbrannter Fingerkuppen gestern nichts schreiben und wollte nun die Begündung liefern...

Unfreiwilliger Exhibitionismus


Plötzlich stöckelte diese Göttin auf mich zu. Sie rief so was Ähnliches wie "BomChickaWahWah", um sich mir im nächsten Moment vor die Füße zu werfen und mir mit den Zähnen die Hose vom Leib zu fetzen. So ähnlich hätte es sich zutragen können, doch ich benutze ja gar nicht dieses Deo, welches besagten Effekt auslösen soll. Aber ich benutze ein anderes – ehe jetzt blöde Fragen kommen.

Auf jeden Fall wäre mir die beschriebene "Free Willy"-Variante lieber gewesen als die tatsächliche, welche sich wie folgt zutrug: Ich half ein bisschen in Opas Garten und machte einen beherzten, rückwärtigen Ausfallschritt vom großväterlichen Blumenbeet, bzw. von der einen Meter hohen Begrenzung nach unten, als ich ein komisches Geräusch und noch komischere Zugluft vernahm, um erschrocken festzustellen, welche Folgen der unüberlegte Schritt nach sich trug. Genau: siehe Abbildung.

Vielleicht sollte ich nicht immer diese Spezialjeans tragen, die kurioserweise auch nach zwei Jahren noch einlaufen. Ja, es lag wirklich nur an der Hose, das garantiere ich. Woran auch sonst? Aber spätestens beim Anblick des weißen Sportschlüppers wäre so eine "BomChickaDingensDa"-Tante sowieso abgehauen...


Glücks-Gigant


DAS, meine sehr verehrten Damen und Herren, nenne ich mal einen prächtigen grünen Klee. Nun will ich ihn nicht über denselben loben, aber er ist einfach der Größte. Ein wahres Wunderwerk der Natur. Und das auch noch in der vierblättrigen Variante.

Bekommen habe ich den Glücksspender Neujahr 2006. Und um ein Haar wäre er mir eingegangen. Stattdessen aber ging das Haar ein, aber das hatten wir ja schon häufiger. Jedenfalls waren nur noch drei Stängel übrig, als ich ihn in Mutters Obhut gab, wo er seitdem so fantastisch gedeiht, wie man es auf dem Bild erkennen kann.

Ich habe keine Ahnung, wie sie das hinbekommt, aber mittlerweile ist schon fast ein Baum daraus geworden, wie man anhand des Größenvergleiches mit einer handelsüblichen 0,5-Liter-Flasche meines anderen Glücksspenders "Spezi" sieht.

Jetzt wüsste ich nur noch gerne, wie ich das Glück aktiviere. Muss ich es ernten und dann zerkauen, rauchen, als Tee verköstigen? Und woher weiß ich, dass ich nicht gar schon großes Glück habe? Naja, ich werde mir demnächst einfach ein Baumhaus in dem Glücks-Giganten bauen und gebe mir dann einen anderen Namen, einen mit dem Zusatz "...im Glück".

Übrigens hätte ich auch "im Glücks-Gigant" schreiben dürfen, wobei ich diese Formulierung für eher unglücklich halte. Und noch was: Dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Glück auf!

Der Inhalt und dessen Management. Oder ihm seins. Und viel "blabla".


Wenn man mit dem Handy ein bisschen in die Tiefen des "vodafone life!"-Portales abtaucht, endeckt man mitunter Interessantes, aber auch Bizarres.

So zeigt nebenstehender Screenshot tatsächlich einen gut recherchierten Artikel aus dem Angebot des vodafone'schen News-Partners "PC-Welt" zum Thema "bla test".


Lässt sich anhand dieses Beispieles das Berufsbild des Journalisten von dem des "Content Managers" abgrenzen? Entstand der detaillierte Bericht aus der durch das Sommerloch zwangsläufig herrschenden Informations- und Neuigkeiten-Dürre heraus? Oder sind die Zeilen gar symptomatisch für unsere Zeit, in der viele Menschen immer weniger zu sagen haben?

Ist denn nicht alles, ja, sogar mein Eintrag hier, nur noch ein gewaltiges "Bla"? Und woher stammt das Unwort "Bla" – vielleicht aus der "Blase", die einerseits zerplatzt, wenn man hineinsticht, aber in einer anderen Form auch Unmengen Urines mit sich zu tragen vermag? Letzteres wohl kaum, denn Urin ist ja (zumindest nach den Aussagen einiger Eigenharn-Therapie-Anhänger) unser Freund. Also ist es doch eher die Seifenblase, die zwar schön schillert, aber wenig Inhalt bietet und nur von kurzer Lebensdauer ist.

Zurück zum Thema: Ich wollte die Herrschaften Autoren übrigens schon des Gedanken-Diebstahles bezichtigen, denn dieselben Worte waren mir auch unlängst durch den Kopf gegangen. Zumindest so ähnlich, in einer nicht-slawischen Sprache. Oder ist das gar keine solche, sondern ein zig Milliarden teurer Super-Code, der – ähnlich dem Film "Das Mercury Puzzle" – nur eingeschleust wurde, um ihn auf absolute Sicherheit zu überprüfen?

Wir werden es wohl nie wissen und vielleicht ist es auch besser so. Möglicherweise hat auch nur jemand ein Content Management System getestet und lediglich vergessen, den Testbeitrag wieder zu entfernen. Aber das wäre doch absurd. Blabla.

Tine und die Ti**entapete

Na ist denn sowas die Möglichkeit - da wurde vorhin bei "Einsatz in vier Wänden 'Spezial'" wirklich Spezielles an die Wand gebracht. Ich traute meinen Augen nicht, doch das eine Renovierung erhaltende Bauern-Ehepaar, welches schon aus der ebenfalls auf RTL ausgestrahlten Sendung "Bauer sucht Frau" bekannt ist, legte anscheinend Wert auf ein wenig Originalität im Schlafzimmer. Also zumindest, was manche dafür halten.

Dazu zählten ein rundes, sich drehendes Bett samt Überzug in Leopardenoptik, diverse Kamasutra-Bücher in den Regalen, eine kleine Peitsche, die Madame direkt an ihrem Bauern ausprobierte, UND eben auch ein Stück einer gewissen Tittentapete. Einmal in einem Bilderrahmen und dann noch als Einlegepapier für die Schubladen.

Hätte ich nicht gedacht. Und das im Fernsehen! Für den nachfolgenden Link übernehme ich keine Verantwortung; wer will, kann sich die Tapete hier ansehen: ManicWalls.

Vier Jahre Freiheit


Nun jährt sich also wieder mein persönlicher "Tag der Befreiung". Eigentlich darf ich diesen Begriff ja gar nicht verwenden, denn er beschreibt die Beseitigung der nationalsozialistischen Herrschaft und das Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland am 8. Mai 1945.

Das Grauen, von dem ich befreit wurde, ist natürlich mit dem vorangehenden in keinster Weise zu vergleichen. Oder nur auszugsweise. Denn auch bei mir gab es einen kleinen, herrschsüchtigen, sadistischen Psycho-Diktator – allerdings in Frauengestalt. Das stellte sich aber, wie so oft im Leben, erst später heraus. Also nicht die Frauengestalt, sondern das pure Böse in dieser. Der Wolf im Schafspelz oder der Teufel im Engelspelz sozusagen. Wobei sie eigentlich gar nicht mal so nicht engelsgleich aussah.

Man merkt, die Rede ist (wie jeden August um diese Zeit) von der Ex und dem Martyrium, was man gemeinhin als "Beziehung" bezeichnet. Nun gibt es diese ja in den unterschiedlichsten Formen und ich wage die Behauptung, dass der Grat zwischen Liebe und Hass manchmal nur einen Hauch breiter ist als der sprichwörtliche zwischen Genie und Wahnsinn. Wir wandelten aber nicht auf diesem Grat, sondern meilenweit daneben – leider auf der dunklen Seite der Hassliebe. Also "sie" wandelte dort. Und wollte mich anscheinend rüberziehen.

Zwar kann man sagen "Es gehören immer zwei dazu", aber ich bin der Überzeugung, dass ich einfach nur zu doof oder blind war, sie direkt zu durchschauen. Und ich glaube auch, dass solche boshaften Gefühle nicht immer in mir waren; nein, vielmehr entstanden und keimten sie durch den tagtäglichen Umgang mit Anfeindungen, Hasstiraden und Psychosen übelster Sorte.

Wow, da ist die Geschichte schon vier Jahre her und ich habe dennoch Wut in mir, wenn ich zurückblicke. Was die kleine Tyranneuse wohl nun treibt? Ihren Mann in den Wahnsinn, ihr Kind in die Magersucht? Vermutlich schreit sie gerade herum oder schminkt sich heute bereits zum vierten Mal. Ach nein, es ist ja Sonntagnachmittag und die Sonne scheint. Also perfekt, um die Wohnung mehrfach zu wienern oder einfach das Konto per Online-Shopping komplett in die Miesen zu bugsieren.

Möglicherweise aber schmort sie in der Hölle und hat den Teufel dazu gebracht, ihr seine Seele zu verkaufen. Ja genau, sie hat ihn so lange beschimpft nach dem Motto "nun räum' endlich mal deine Mistbude hier auf, du Wi**ser, mach mal die ganze Asche hier weg, du Ar***loch, du dämlicher Pferdefuß!", dass er ihr freiwillig die Herrschaft überließ. Der arme Teufel. Wird sich sicher die Haare oder Hörner raufen. Ich kenn da was von.

So, nun habe ich mich aber genug echauffiert. Was haben wir schließlich aus diversen literarischen Lebenshilfen gelernt? Lächeln und denken: "Der Friede sei mit dir." Vorbei ist schließlich vorbei. "Nach vorne blicken", lautet die Devise. Und daher lasse ich sowohl die Beziehung als auch die Erlebnisse in den mittlerweile vier Single-Jahren nur kurz vor dem geistigen Auge Paroli laufen.

Manche Menschen passen einfach nicht zusammen und manche Beziehungen lassen sich auch nicht reparieren. Zumindest bleibt oftmals mindestens einer der Partner auf der Strecke. Mein Mitgefühl gilt denen, die unglücklich oder unzufrieden sind, sich aber nicht aus dem Dilemma herausbewegen – sei es aus Angst oder aus an Selbstaufgabe grenzende Kompromissbereitschaft. Aufwachen!

Was nun vielleicht wie das Plädoyer eines frustierten Singles gegen die Beziehung per se klingt, ist nur ein Versuch, Erlebtes zu verarbeiten und vor (vermeintlicher) Liebe blinde Menschen vor einem Fehler zu bewahren, der einem einen psychischen, physischen, emotionalen und teilweise auch finanziellen Schaden zufügen kann. Kompromisse sind okay, jedoch nur bis zu einem gewissen Grad.

Und nun: Hinfort, ihr trüben Gedanken! Weiter geht's.

Update (18.21 Uhr): Kurz nach der Veröffentlichung meines Artikels wurde der Himmel pechschwarz und es schüttete wie aus Kübeln... anscheinend hat die Ex wirklich die Rolle des Höllenfürsten übernommen, bzw. perfektioniert.

Oder aber, ich sollte nicht ganz so bösartig schreiben, sondern auch eigene Fehler eingestehen. Also gut – und das wird sicher so manchen freuen –, ich gebe es zu: Ich war und bin auch nicht perfekt.

Kommentar-Kontrolle?


Es ist ja schön, dass man hier mittlerweile unliebsame Kommentare löschen, ja, sogar als Spam kennzeichnen und somit für immer von der eigenen Seite verbannen kann. Doch eines erscheint mir sehr suspekt: Meine Kommentare, in denen ich anderen Usern einen Tipp zur Verwendung der blogg.de-MetaWeblogAPI gab, sind auch verschwunden – ohne mein Zutun.

Dass es mit dieser Schnittstelle nach dem blogg.de-Umzug Anfang Juli Probleme gab, steht außer Frage. Und dass diese auch noch andauern, belegen die Kommentare einiger User im Entwicklerweblog des blogg.de-Teams (Blogwork Orange), sowie meine erfolglosen Versuche, über diverse Anwendungen meine Einträge online zu stellen. Egal, ob mit Windows Live Writer, Blogdesk, ScribeFire (für Firefox) oder Nokia Lifeblog (wobei diese Software offensichtlich nur mit Typepad funktioniert): Ich kann mir bestenfalls meine bereits veröffentlichten Einträge ansehen, jedoch keine neuen hochladen.

Es klappt einfach nicht. Und die Tatsache, dass das nun schon über einen Monat so geht, macht mir – und einigen anderen – nicht gerade Hoffnung auf ein komfortables Bloggen über eine Desktop-Anwendung oder mal eben schnell aus Firefox heraus.

Nun kommt wieder der Verschwörungstheoretiker in mir durch: Der Fehler wird vielleicht nie gefunden und stattdessen muss nun ein armer Praktikant alle Beweise vernichten, dass es jemals geklappt, bzw. dass überhaupt je eine MetaWeblogAPI existiert hat. Wieso sollten sonst ausgerechnet meine beiden diesbezüglichen Kommentare verschwunden sein? Ein Mysterium.

Liebe Entwickler: Der Beitrag ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen und ich will auch gerne glauben, dass nach wie vor mit Hochdruck an der Beseitigung der Probleme gearbeitet wird. Es wäre nur schön, auf Eurer Seite ab und an einen Status oder ein Update zu finden. Und ich weiß noch immer nicht, wo die Kommentare sind...

Update: Ich habe eine Vermutung: Aufgrund des gestiegenen Spam-Aufkommens werden möglicherweise alle Kommentare, die einen Link enthalten, automatisch gelöscht.

Manchmal ist weniger ... zu wenig. Oder falsch.


Es ist ein schöner Brauch, dass in manchen Kreisen ausge- und zerlesene Zeitschriften, Magazine und "Illestrieeerte" (wie sie dort oft heißen) nicht direkt dem Recyclingprozess, sondern weiteren Lesern zugeführt, bzw. zugänglich gemacht werden.

Einem solchen Kreis gehöre ich unfreiwillig, aber mittlerweile gerne an. Oma erhält bekommt die "Klatschpresse mit Rätselteil" immer von ihrer Freundin, gibt sie dann an Mum weiter und dort wiederum werfe ich ab und an einen Blick hinein. So zeitverzögert die News aus der Welt der Stars, Sternchen, Adeligen und B- bis F-Promis wahrzunehmen, hat auch was Spannendes. So kann man manchen Hype nochmal aufblühen lassen. Zum Beispiel den Skandal um Klaus-Jürgen Wussows Testament, der ansonsten doch längst in Vergessenheit geraten wäre.

Noch spannender allerdings sind die Kreuzworträtsel-Künste von "der Oma ihre Freundin". Getreu den Motten (ich fand diesen Plural passender als "Mottos") "Was nicht passt, wird passend gemacht!" und "Mut zur Lücke!" schummelt sie sich die Wörter so zurecht, dass sich die Balken, bzw. Reihen und Spalten biegen.



Hätte sie doch wenigstens "Skaat", "Skart" oder "Skaht" geschrieben, das wäre nicht direkt so aufgefallen.

Das nächste Mal zeige ich dann, wie man einen Buchstaben so lange mit anderen überkritzelt, dass er quasi einen jeden des Alphabets und somit immer die richtige Lösung darstellen kann...

Hausordnung mit Biss




Und hier wieder ein lustiges Beispiel für einen Aushang im Treppenhaus. Der bissige Eigentümer hat den einen oder anderen Fehler sicher versehentlich eingebaut. Er weiß oder weiss oder wais es nicht beßer. Oder handelt es sich gar um eine latente "ss"-Affinität?

Vielleicht ist es eine versteckte Botschaft für diejenigen Mieter mit brauner Vergangenheit, bzw. Gegenwart: "Abschießen der Haustürken", chiffriert in "Abschliessen der Haustür". Aber nur in den dafür vorgesehenen Zeiten bitte. Muss ja nicht jeder mitkriegen.

Wow, ich lese eindeutig zu viel über Verschwörungstheorien...

Die gute Sache: Projekt Löwenherz

Arbeitslosigkeit, Krankheit, Existenzängste – die Kinder sind oft die Leidtragenden, wenn eine Familie in Not gerät. Gerade sie brauchen in solchen schweren Zeiten Hilfe, Unterstützung und Menschen mit Herz – mit "Löwenherz".

Das gleichnamige Projekt halte ich für absolut förderungswürdig und möchte es gleich kurz vorstellen. Dazu habe ich zwei Artikel aus der Lingener Tagespost ausgewählt; der erste erzählt von dem Projekt, der zweite handelt leider von etwas Schrecklichem, was irgendein Unmensch diesem zugefügt hat. Nach diesem schlimmen Zwischenfall ist es nun umso wichtiger, zu helfen und die gute Sache zu unterstüzen. Aber seht selbst:

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Gone with the wind...


Klar, es geht mal wieder um's Haar, genauer: Haupthaar. Eines meiner Lieblingsthemen. Nicht, weil ich damit so protzen könnte, sondern weil es mich aus gegebenem Anlass einfach immer mehr und sehr beschäftigt.

Dünnes, lichtes Haar symbolisiert also Schwäche, Krankheit und Alter, habe ich letztens wieder lesen müssen. Wenigstens habe ich nun eine Erklärung für den noch immer ausstehenden Karrierestart und das fortwährende Singledasein. Okay, ersteres könnte auch an den falschen Entscheidungen und der damit verbundenen Serpentinenfahrt in meinem Leben(slauf) liegen – letzteres einfach mal pauschal daran, dass die Hühner bekloppt sind. Könnte.

Einfacher wäre es aber wirklich, alles auf die beginnende, unfreiwillige und unaufhaltsam voranschreitende Enthaarung zu schieben. Dabei sind die Haare ja nicht weg. Nein, die kommen ja wieder – allerdings andern-, oft unliebsamen Orts. Wie bei einer Pusteblume, nur nicht so schön.

Tja, scheiß Erbmaterial, würde ich sagen. Und falsche Ernährung. Aber ich habe einen Großteil der verloren geglaubten Haare gestern wiedergefunden, als ich in einem Anflug von Irrsinn versuchte, meine Tastatur zu reinigen. Dazu mein Tipp: Macht das nicht, kauft lieber direkt eine neue. Das ist mein Ernst. Lieber ein Loch im Budget als aufgeplatzte Finger – und die bekommt man definitiv, wenn nicht sogar noch einen anständigen Herpes hinterher. Der Kram, der sich da im Laufe der Zeit unter und zwischen den Tasten ansammelt, reicht locker für die Versorgung einer ganzen Kompanie, sofern man denn auf "Schmalzbrot mit Haare(n)" steht. Bäh.

Zurück zum Thema: Ich werde einfach weiterhin darauf hoffen, dass a) die Forschung auf dem Gebiet Fortschritte macht oder lieber b) es noch Menschen gibt, die mir nicht sofort auf die Pläte, bzw. die kilometerhohe Stirn schauen. Sowas gehört sich nicht. Sollte ich das noch mal erleben, kippe ich derjenigen Person direkt meine Tastatur über dem Kappes aus, mit den Worten: "Wat kucks'e?! Suchs'e meine Haare?! Hier hasse, dooo! Do Affe, do!" So in etwa.


Spaziergang


Meine neue Leidenschaft. Nicht, weil dieser Begriff (laut wikipedia.de) dem italienischen "spaziare" entlehnt ist, was soviel bedeutet wie "sich räumlich ausbreiten". Nein – ich möchte eher dieser räumlichen Ausbreitung der Körpermasse entgegenwirken. Ausbreitung durch Ausbreitung bekämpfen. Und den Kopf freibekommen. Nötig wäre es, wenn ich mir den letzten Satz so betrachte. Also den davor. Außerdem lässt sich prima die Umwelt schonen, indem man einfach mal auf die eigenen Füße statt auf andere Verkehrsmittel vertraut. "Ja klaaar", mag man nun sagen, da solche Aussagen ja im Zuge der aktuellen Klimaschutzdebatten als sehr trendy gehandelt werden. Aber auf Sympathiepunkte bin ich nicht aus.

Vielmehr möchte ich etwas gegen die Trägheit unternehmen und dem Körper mal wieder Gutes tun. Ach ja, und ich habe nicht vor, mir weitere (im Sinne von "XL") Klamotten zuzulegen; das ist sicherlich auch ein nicht zu verachtender Aspekt. Man gewinnt aber auch ganz andere Eindrücke, die sich einem beim üblichen Vorbeirauschen nie geboten hätten. Naja, hier in Frohnhausen sind die vielleicht nicht alle so positiv, aber es gibt ja noch andere Gegenden. Ja, ich bin ein Nestbeschmutzer. Noch schmutziger kann es hier aber kaum werden.

Dann also lieber wieder in die Natur. Vorbei an meinen botanischen Favoriten, dem Bambus, Schilf, Roseneibisch und – wie könnte ich die je vergessen – der Kapmargerite. Ich bin ein Fan. Hatte ich dazu eigentlich schon was geschrieben? Wenn nicht, widme ich diesem Wunderwerk der Flora natürlich noch einen Eintrag. Ich kann förmlich die Vorfreude der Leserschar spüren. Eigentlich kann ich nicht mal die Leserschar spüren. Ab welcher Zahl spricht man eigentlich von "Schar"?

Darüber denke ich vielleicht beim nächsten Spaziergang nach, so denn nicht die Schwüle diesem Versuch wieder den Garaus macht. Heute war es z.B. so. Da ging mir lediglich ein "ich schwitze wie die Sau" durch den Kopf. Und je mehr man sich auf so einen Gedanken konzentriert, desto schlimmer wird es erfahrungsgemäß. Wurde es dann auch. Neu ist allerdings das Schwitzen an der Pläte. Die selbst ist ja auch relativ neu. Also habe ich das in Zeiten vollen Haares vielleicht nur nicht wahrgenommen.

Neu ist übrigens auch der Fersensporn rechts. Also den linken habe ich ja schon erfolgreich behandeln lassen, aber die rechte Sau ist hartnäckig, wie man es ja von denen gewohnt ist. Doch ich biete dem Sporn die Stirn und gleichzeitig der Plauze Paroli. Und klotze Kondition. Hoffentlich. Dazu gründe ich keinen Fight Club, sondern eher die Spazier-Gang. Teilnehmer können sich bei mir melden. Herrentäschchenverleih dann am Startpunkt.

Ernsthaft: Probiert es aus, lasst den Wagen stehen und ab an die frische Luft. Vielleicht tun das ja bereits alle und ich bin wieder der einzige, der im kleinen Kämmerchen am PC und hinter dem Mond klebt...

Eine kleine Ergänzung: Den "Soundtrack zum Spaziergang" liefern übrigens Bad Religion mit "A Walk". Gut, das wäre ein kurzer Spaziergang, aber ich habe diesen Titel zumindest immer im Ohr dabei. Hier ein kleiner Ausschnitt:
I'm going for a walk
not the after dinner kind
I'm gonna use my hands
and I'm gonna use my mind


Flickr (oder eher "Flickr2blogg")


This is a test post from flickr, a fancy photo sharing thing.

Verzeihung, aber ich muss nach dem blogg.de-Umzug und dem Auftreten damit verbundener Probleme nochmal ein bisschen was testen.

Wem an dieser Stelle ein schmucker Blindtext fehlt, der möge ihn sich bitte ersatzweise hier generieren.

Ich bedanke und empfehle mich.


In der Not...

...frisst der Teufel Fliesen. Fliegen sind diesen "Sommer" aus.

Und morgen: "Der Teufel isst ein Eichhörnchen!"


A propos "Not": Morgen begebe ich mich zum JobCenter. Mal wieder. Hartz IV, Alg II und Docster LXXVI. Ich bin (an)gespannt.

"Heeerr Skywalker!"


Gestern bei Thalia im Rhein-Ruhr-Zentrum. Ein Ausruf schallt durch die Gänge: "Luke, komm mal her! ...Luke! ...Heeerr Skywalker!" Und schon kommt der offensichtlich auf diesen Namen hörende Mischlingswelpe zurück zu Frauchen. Geht doch.

Erinnerte mich stark an verzweifelte Eltern, die ihre Kinder nach ausbleibender Reaktion auf den gebrüllten Vornamen dann um einige Dezibel lauter beim Nachnamen nennen. Samt Anrede, selbstredend. Frauen machen das übrigens auch gerne mit ihren Partnern. Und wer erinnert sich nicht an den Klassiker "Bang Boom Bang", in dem der Spediteur Kampmann seinen "besten Mann" zu sich zitiert: "Heeeeerr Schlucke!"

Heeerr Skywalker - heeerrlich. Man muss wohl dabei gewesen sein...

Stomach Overflow

Noch kämpfen mein treuer Gefährte Bullrich und ich gegen die Armada aus Matjesbaguette, Grünkohl, Mettwurst, belegten Brötchen, Kakao, Tee, Spezi, Toblerone und Lakritz an. Noch.

Fortsetzung folgt...

Mein Bereich - dein Bereich.

Diese Aufteilung kennt wohl ein jeder aus dem Film-Klassiker "Dirty Dancing". Hier ging es seinerzeit um die Tanzbereiche, in die sich die Partner tunlichst nicht gegenseitig hineinwagen mögen. Doch es gibt offensichtlich noch viel wichtigere Gebiete, in denen eine strikte Aufteilung der Kompetenzen, bzw. eine Zugangsbeschränkung unabdingbar scheint: Schwangerschaft und Geburt.

Da läuft mir gerade ein Schauer über den Rücken, denn ein Buch dieses Titels hatte ich eines Tages unvermittelt auf dem Wohnzimmertisch vorgefunden; nicht dass meine (Gott sei Dank) Ex mir damit etwas sagen oder mich unter Druck setzen wollte. Nein. Das tat sie dann letztendlich mit dem Vornamenbuch, bzw. der Abhandlung über Hochzeitsbräuche.

Weiter im Text. Bräuche, Bäuche. Genau, letztere waren und sind in letzter Zeit vermehrt im Freundeskreis aufgetreten - zum einen natürlich bei uns Herren, die wir ja im Alter zwangsläufig aus der Form kommen, zum anderen aber bei den Mädels, da - wenn einmal eine damit angefangen - nach und nach Nachwuchs nachwächst.

So saßen wir vorhin in illustrer Runde im Jetzt & Hier und diskutierten darüber, bzw. lauschten diesen Diskussionen. Interessantes wurde dabei zutage gefördert, nämlich, dass die Männer offensichtlich ruhig bei der Geburt dabei sein können, aber dann bitte nur am Kopfende des Gebärsessels (ich weiß nicht, wie dieser im Fachjargon heißt). Also selbst wenn der Klassiker "ich kann des Köpfchen sehen" vom Mitarbeiter des Krankenhauspersonals ausgerufen wird, sollte der Mann partout nicht sein eigenes Köpfchen daneben, bzw. zwischen die Schenkel der gerade akut werdenden Mutter bugsieren. So der Tenor der trächtigen, bzw. dies bis vor kurzem seienden Damenwelt.

Ein Ausspruch machte dies dann mehr als deutlich: "Dann kann der mir ja gleich beim Schei**en zugucken!". Okay, es sei jedem selbst überlassen, die Geburt mit dem Abkoten und das Neugeborene mit dem Exkrement zu vergleichen. Hängt vielleicht auch mit dem Erbmaterial zusammen; bei manchen besteht sicher eine frappierende Ähnlichkeit. Schockierend fand ich den Ausspruch dennoch - und sowas geht bei mir eigentlich nicht schnell.

Und ob es nach dem Dammschnitt wirklich so aussieht, "als sei eine Handgranate explodiert", kann ja kein Mann beurteilen, wenn er nicht schauen darf. Aber zum Zeugen, da sind wir noch gut genug. Da darf man in gewisse Bereiche vordringen. Aber als spätere Augenzeugen sind wir Samenspender offensichtlich unerwünscht.

Naja, ich mache mir Gedanken, wenn es soweit ist... momentan geht es ja bei mir nicht mal um den Tanzbereich. Sollte ich übrigens nach einem solch mitleiderregenden Tränendrüsendrücker mal irgendwann ein *schnief* hinterlassen, bitte ich, mich umgehend zu ohrfeigen.

Blau, blau, blau...


...blüht nicht nur der Enzian, sondern immer öfter nun auch mein Bildschirm. Das ist doch mal eine gelungene Abwechslung zum simplen "Einfrieren" des PCs. Mittlerweile ist der Reset-Button auch schon um einiges mehr abgenutzt als der On/Off-Schalter, wofür ich dem Rechenknecht, bzw. ach so tollen Erbauer selbigens ein dickes Lob aussprechen will: Chapeau! Es hält mich schließlich fit und geschmeidig, wenn ich mich alle paar Minuten - oder an guten Tagen auch nur alle halbe Stunde - unter den Schreibtisch bücken muss, um einen Neustart zu initiieren.

Offensichtlich wurde auch noch eine Software impliziert, die meine Tastatur- und Mausbewegungen aufzeichnet und immer, wenn ich besonders viel geschrieben habe und dann in die Nähe der "Speichern unter..."-Option komme, den Befehl zum Abschuss, bzw. Absturz gibt. Nochmals ein dickes Dankeschön!

Vielleicht ist der PC aber auch einfach nur zu betagt; immerhin sind die Innovationszyklen ja mittlerweile so kurz, dass man sich heutzutage einen Rechner kauft und dann sofort von der Kasse aus durchmarschieren sollte zum Service, um das völlig veraltete Gerät direkt und ohne Umweg umzutauschen.

Aber wie schon mal irgendwann erwähnt, habe ich das Kackfass ja geschenkt bekommen, weshalb ich mich eigentlich nicht beschweren sollte. Uneigentlich jedoch bin ich kurz davor, dem nervenden Mopped den Gnadenschuss zu geben, und es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis ich der Knatterkiste mit der Tastatur eigenhändig die Bits und Bytes aus dem Gebälk kloppe.

Wieso auch nicht, zur Not habe ich ja meinen sogenannten Computer 2.0, auch wenn da noch nicht alle Kinderkrankheiten ausgemerzt sind. Doch das zu schildern, wäre mir zu mühselig - daswurde schon in allen bekannten Telefon-Foren zur Genüge getan und heiß diskutiert. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden damit. Eigentlich.

Hier jetzt das letzte "eigentlich": Eigentlich wollte ich den Eintrag schnell via ScribeFire, bzw. über das oben angesprochene Nokia N95 posten, doch anscheinend hat es beim Blogg.de-Umzug die MetaWeblogAPI zerschossen. Werde es morgen nochmal probieren.

Wow, wenn ich mir diesen Eintrag so betrachte, da weiß ich, was man mit "C-Bloggern", bzw. "Katzenblogs" so meint...
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Morgen. Oder übermorgen.

Vor fast genau zwei Jahren habe ich ja schon einmal etwas über die Aufschieberitis geschrieben und kann mit Freude bekannt geben, dass ich nun endlich den damals begonnenen Abwasch erledigt habe. Allerdings sind dafür zig andere Dinge liegen und unerledigt geblieben, da ich mich - neben der Beseitigung des Spülberges - zu sehr dem Züchterverband für innere Schweinehunde e.V. gewidmet habe. Verdammt.

Immerhin: So eine Unordnung bringt auch mal Schwung in den müden Körper, wenn es nämlich zum Beispiel darum geht, wichtige Dokumente bei Ämtern, Behörden, etc. vorzulegen - bzw. diese erstmal zu finden. Das peitscht den Kreislauf nach oben und die Schweißproduktion auf Dauerbetrieb. Aber es hilft ungemein, sich lebendig zu wissen, hat also auch sein Gutes.

Naja, der Titel "Messie-As" klingt aber nur so lange gut, bis man merkt, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen diesem und dem "Messias" gibt - letzterer nämlich ist einmalig und ein Vergleich mit diesem in höchstem Maße blasphemisch. Eine Art Amtsanmaßung auf unübertrefflichem Niveau, von der man Abstand nehmen sollte.

Noch mehr Abstand sollte man höchstens zu meinen Wäschebergen halten, da ich nicht weiß, wozu die Fleckenzwerge in der Lage sind, wenn man ihnen nur ausreichend Zeit gibt, zu wachsen und sich zu vermehren. Ähnliches gilt übrigens für die Bakterienkolonien in Bad und Küche. Und den Kühlschrank bitte nur mir äußerster Vorsicht und griffbereiter Machete öffnen; nicht dass einen die herausschlagenden Keime zu packen und würgen bekommen.

Aber morgen lege ich mal los. Moment, da meldet sich jemand. Ach so, der Schweinehund will Gassi geführt werden. Hey, mach mir nicht wieder in die Wohnung. Ach, was soll's. Mache ich morgen weg. Oder...



Übertreibung oder Realität? Vielleicht biete ich ja mal eine Expedition an - aber bitte festes Schuhwerk und die unterschriebene Verzichtserklärung auf Schadensersatz mitbringen.

Kaminabend

Angesichts der momentan vorherrschenden, wenig sommerlichen Temperaturen erscheint einem die Überschrift vollkommen normal - trotz der eigentlich heißen Jahreszeit. Die existiert zwar nach wie vor, allerdings nicht hierzulande. Also muss man sich anders aufwärmen und wie könnte man das geschmeidiger tun als mit einem gemütlichen Kaminabend.

Doch dazu fehlt mir - und ich denke, da stehe ich nicht alleine da - eine existenzielle Sache: der Kamin. Okay, vielleicht noch so angenehme "Accessoires" wie ein Bärenfell, eine nette Begleitung (ohne ersteres), Kerzenlicht, usw. Aber das erachte ich nun mal als sekundär. Die "Kamin-DVD" bringt leider auch nicht den gewünschten, entspannenden Effekt und wärmt auch höchstens auf, wenn man den Fernseher zig Stunden laufen lässt, um sich anschließend hinter das Gerät zu stellen und die Hände über der aus den Kühlschlitzen austretenden Luft zu reiben.

Die perfekte Alternative schließlich kommt aus dem Hause Teekanne und hört auf denselben Namen wie dieser Artikel hier: Kaminabend. Im letzten Jahr habe ich die Gaumenfreude für mich entdeckt und bin seither süchtig danach. Eigentlich ist dieses Highlight unter den Tees (heißt das wirklich so?) nur im Wintersortiment enthalten, doch ich konnte tatsächlich noch zwei Packungen im Supermarkt ausfindig machen und komme somit vorzeitig in eine kuschelig-marzipanhaltige Stimmung.

Und nun: Beine hochlegedivjü0aapäojapsodj... aua, nicht auf die Tastatur. Aaaaah, tut das gut.

Hirn optimier'n


Es gibt immer was zu tun. Und zu verbessern, zu optimieren. Warum also nicht auch das Hirnchen, von dem wir doch sowieso nur einen Bruchteil nutzen? Warum nicht den Prozessor einfach mal übertakten auf wahnwitzige 111%? Geht nicht? Geht doch - mit einem Getränk namens "Brain Optimizer". Also den Titel fand ich so genial, dass dieses Produkt schon vor geraumer Zeit in den Einkaufswagen und anschließend in meinen Kühlschrank wanderte, wo ich es soeben wiederentdeckte.

Ich würde auch gerne einen Bericht über die Wirkung schreiben, doch ist der Muntermacher selbst leider nicht mehr so munter und hat bereits im Jahre 2006 das Zeitliche gesegnet, bzw. das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht. Aber wie sagt Frau Mama immer: "Das ist ja minnnnndestens bis dahin haltbar, also vielleicht auch länger." Sie hat offensichtlich die grauen Zellen schon auf Mach 3 hochgeschraubt. Was nicht schimmelt ist auch nicht schlecht, also runter damit. Ach nein, lieber doch nicht. Das energiegetränkte Energiegetränk wurde ja schon andernorts energisch getestet und besprochen.

Aber probiert hätte ich die Wunderbrause dennoch gerne. Vielleicht stellte sich ja dann auch endlich der bislang ausbleibende Erfolg auf sämtlichen Gebieten und der ganzen Linie ein, wer weiß.

Ich werde mal nachsehen, ob das Produkt noch im Sortiment ist. Vermutlich aber ist es bereits oder wird es gerade noch umgewandelt in BRAIN OPTIMIZR 2.0 beta ...wohl bekomm's.

Zeitbombe im Hochparterre

Es geht mal wieder um unseren seinerzeit selbsternannten, später jedoch offiziell als solcher eingesetzten Hausmeister - wobei ich mich gerade frage, wo ich zum Zeitpunkt der Abstimmung war. Ach richtig, es gab keine. Der Blockwart, Chefaufseher, Inspektor und Kontrolleur ist aber übereifrig und verteidigt nur eines mehr als die Hausordnung: seine eigenen vier Wände. Dass er dabei zu drastischen Maßnahmen greift, kam heraus, als er mir zum wiederholten Male seine Krankheitsgeschichte vorbetete.

Diesmal wurde es nämlich interessant, denn er leidet offensichtlich nicht nur unter durch mit Alkohol eingenommene Psychopharmaka hervorgerufene Wahnvorstellungen, sondern versucht letztere - die ihn in Form nächtlicher Besuche durch Schattengestalten heimsuchen - vehement zu bekämpfen. Und das mit nichts anderem als einer scharfen Faustfeuerwaffe, die sich nach eigenen Angaben anscheinend in seinem Nachttisch befindet. "Letztens waren wieder welche bei mir in der Wohnung", wusste er mit so zu berichten. "Da muss ich echt aufpassen, habe schon zur Schublade gegriffen. Das darf ich nicht, da muss ich die Tabletten weglassen." Oder das Bier. Gut, dass wir drüber gesprochen haben.

Nun ist es aber so, dass er generell sehr gerne und sehr viel erzählt. Der Wahrheitsgehalt pendelt sich in der Regel bei guten 20 % ein. So kann man eigentlich davon ausgehen, dass er die Geister, die er gar nicht rief, doch nur mit der Kanonenkugel bekämpft, auf der er schon viermal zum Mond und zurück geritten ist. Oder dass er höchstselbst als Vier-Zentner-Fleischbombe fungiert. Das Erdgeschoss-Geschoss. Eigentlich. Was aber, wenn er sich tatsächlich des unerlaubten Waffenbesitzes schuldig macht? Und was, wenn er nächtens wieder einmal Geräusche im Treppenhaus hört, die aber von einem Menschen aus Fleisch und Blut verursacht werden? Also mir wird jedenfalls mulmig, wenn ich nach Einbruch der Dunkelheit das Haus betrete und an seiner Wohnungstür vorbeihusche. Obwohl: Man kann ja drauf hoffen, dass er zu besoffen zum Zielen ist. Ich kann mir auch genau denken, welche Gedanken er in Bezug auf "Kimme und Korn" hat.

Denn viel schlimmer als die Hochrüstung finde ich die Tatsache, dass er mir immer, wenn ich ihn vor der Haustür treffe, genauestens zeigt, wo er denn überall Schmerzen hat. Als Anschauungsobjekt dient dann natürlich mein Körper, auf dem er mit seinen unegalen Flossen die Schmerzpunkte andeutet. Da bin ich nur froh, dass er noch nix an den Hoden hatte. Kniekehle und Lendenwirbel reichten schon. Sehr zum Amüsemeng der Anwohner und Passanten übrigens, aber hey: Er hat die Waffe und einen an der Waffel, also was soll ich machen? Außerdem habe ich ja seine Garage gemietet, daher räume ich ihm Bedrohung der Menschheit und (homo)sexuelle Belästigung doch sehr gerne ein...

Im Prinzip sollte man Mitleid/-gefühl zeigen, was ich zunächst versuchte und auch nach wie vor tue. Doch irgendwo hört der Spaß in meinen Augen auf. Vielleicht gelingt es mir ja, mich vom tatsächlichen Waffenbesitz zu überzeugen und ihn dazu zu bewegen, doch lieber andere der Selbstverteidigung dienende Mittel zu verwenden. Oder andere Medikamente. Bis dahin betrete ich das Haus nur in schusssicherer Weste und mit Keuschheitsgürtel.

Tag und Abend

Man soll den einen nicht vor dem anderen loben. Ich habe es jedenfalls getan, bzw. mich gefreut, dass ich den letzten Eintrag mit Hilfe eines im Browser-Fenster erscheinenden Editors schreiben und veröffentlichen konnte. Und "konnte" ist anscheinend auch das zutreffende Wort, denn ein weiterer Versuch scheiterte gegen nachmittag kläglich und ein grandioser Beitrag für meine geschmeidige Seite ist nun in irgendwelchen binären Jagdgründen verschollen. Ich habe ihn auf, den Kaffee. Keine Sorge, jetzt handeln nicht alle zukünftigen Einträge von solch technischem Schnickschnack und dem damit verbundenen Ärger.

Dies ist nur eine Übung... (via ScribeFire)

Jetzt will ich doch glatt mal das Bloggen über das "ScribeFire"-AddOn für den Mozilla Firefox austesten. Das Ganze sollte über einen Zugangspunkt für die MetaWeblob-API funktionieren, welchen mir der - wirklich sehr freundliche - Blogg.de-Support mitteilte. Ich bin gespannt.

Morgen starte ich dann den Versuch, direkt vom Nokia N95, bzw. aus der darauf installierten "Lifeblog"-Software einen Eintrag hierher zu katapultieren - und zwar ohne den Umweg über Flickr. Möge die Macht mit mir sein (das schreibe ich nur, um den Umlaut zu testen)!

Präsentation? Präsentierung? Präsentei!

Jawoll, so muss es mittlerweile heißen. Zumindest, wenn man dem Warendisplay beim Discounter Glauben schenken mag. "Entschuldigung, was kosten denn bei ihnen diese schönen Süßigkeiten aus der Präsentei?" Ich meine, mir als Ruhrpottler kommt so eine Sprachverfremdung natürlich zugute, kann ich doch so dem unterdrückten Dialekt freien Lauf lassen: "Ich hab da gezz ma für ihnen eine Präsentei vorbereitet und danach gehn wa noch schön inne Pizzerei oder Dönerei und holen watt für'm Mittach!" Herrlich. Oder meinten die im SuperTrouperMarkt was anderes damit...?

Heimwerken mit dem Murmeltier


Die Betonung liegt auf "Heim" - in diesem Fall meine ich das "Dullmannheim", denn es geht um das gemeinsame Holzwerkeln mit Opa, dem Murmeltier.

Folgender Hintergrund: Da ich meiner Schwester zum baldigen Geburtstag ein Garderoben- sowie ein Spiegelpaneel bauen wollte, aber in meiner Wohnung nicht den nötigen Platz und in der Garage immer den Eigentümer um mich herumschleichen habe, dachte ich mir: "Mensch, da fährste doch einfach nach den Oppa, der hat doch schließlich noch die eigene Werkstatt und auch immer das passende Werkzeuch parat."

Dabei hatte ich leider nicht bedacht, dass ich ja erst nachmittags Zeit habe, also genau dann, wenn er schon einige Pils intus und damit seinen absoluten Miesepeterpegel erreicht hat - der ohnehin schon immer relativ hoch ist. Hier kommt auch das Murmeltier ins Spiel, denn einen vor sich hinmurmeln ist das, was er am besten kann. Immer so schön halblaut denken, so dass man den Missmut mitbekommt, aber nur am Rande versteht, wer oder was mit "Arschloch", "Scheiße", "Schnauze" und "hört auf zu quatschen" gemeint sein könnte. Da fällt mir auf, dass ich den Tieren damit unrecht tue. Diese Bezeichnung ist noch zu gut für den Tyrann (sagte man früher nicht "Tyrannen"?), denn den Tieren geht diese Boshaftigkeit ab.

Wo war ich? Ach ja, in der Werkstatt. Es ging im Prinzip nur darum, von zwei 19er Dekorspanplatten jeweils 17 cm abzusägen und aus einer 22er MDF-Platte vier Keilleisten und zwei Abstandhalter zu schneiden. Nix Wildes eigentlich und mit seiner grooooßen Kreissäge auch kein Problem. Doch an die durfte der kleine Enkel ja nicht ran. 31 werde ich nächste Woche, doch das spielt keine Rolle. Also lieber die kleiiiine Säge für den kleiiiinen Junge(n). Die war aber schon bei deren letztem Gebrauch vor fünf Jahren so stumpf, dass man eher einen Pizzaschneider hätte benutzen können. Außerdem reichte die Schnitttiefe beim Sägen der Keilleiste auf 30° womöglich mit viel Wohlwollen gerade so eben aus. Aber so weit kamen wir ja kaum, denn schon nach wenigen Zentimetern fraß oder fresste (ich benutze zwischendurch Opadeutsch) sich das Sägeblatt fest. Irgendwie gelang es mir aber dennoch, die Säge durch das Werkstück und den Opa, der selbiges festzuhalten versuchte, mitsamt den Böcken, die es hielten, beiseite zu schieben. Macht Spaß, mit einem alkoholisierten Träger eines Oberschenkelimplantates, der dazu noch täglich einen Riesen-Medikamentencocktail einnehmen muss, zu arbeiten. Ist auch kaum gefährlich, ein Glück.

"Gezz muss ich 'n neues Blatt kaufen... morgen kann ich ers'ma' 'n neues Blatt kaufen... das Blatt ist kaputt, da kann ich ers'ma' 'n neues kaufen...", murmelte der Murmelkasper vor sich hin. Schuld daran trug natürlich ich, obgleich ich mich entsinne, dass das Scheißding schon seit jeher stumpf ist wie der Besitzer selbst. So, nun noch die zweite Platte schneiden, vielleicht nehmen wir ja nun die große Säge, die es mit ihren 1400 Watt ein klein wenig leichter haben dürfte. "Nee, die ist zu schwer..." - und ich füge ergänzend hinzu: "für den kleiiiinen Junge". Danke für soviel Vertrauen. Also dann: Opa stand wieder vom Stuhl auf, den man ihn bei jeder Tätigkeit an die Seite, oder besser gesagt genau in den Weg stellen muss, damit er sich auch immer schön setzen kann. Er hat ja Beine, Füße und Rücken, muss aber immer mittenmang dabei sein, denn a) könnte er ja was verpassen, b) machen alle anderen eh alles falsch und c) ist er ja froh, wenn er auch mal was anderes sieht als sein Büro im Keller und "Sturm der Liebe" im Ersten oder Zweiten oder auf NDR oder oder.

Wieder musste ich die Säge mit Gewalt durch die Platte würgen, so dass die Schnittkante schon schwarz wurde und ich mich gleichfarbig ärgerte. Das Geräusch wurde von einem "da kann ich ein neues Blatt kaufen"-Gemurmel begleitet, was mir den Schweiß noch um einige Liter mehr auf die Stirn, unter die Arme und zwischen die Arschbacken trieb. Die Bude, Opa und ich waren mittlerweile voller Sägemehl, denn von der Möglichkeit der Absaugung, bzw. der Arbeitsverlagerung auf den Garagenhof hielt er nix, der Meister. "Dat bisken.. , dafür machen wa gezz kein Aufwand!" Natürlich, lieber könnte ich ja hinterher wieder zu seinen Füßen den ganzen Panhas mit dem kleinen Handfeger auf- und aus sämtlichen rappelvollen Regalen herauskehren. Vermutlichen ist er jetzt auch noch dominant-altersschwul und dem geht noch einer ab dabei, wenn er noch immer den Meister spielen kann - wenn auch nicht im Sanitärhandwerk. Zur Erklärung: Wir sind nicht blutsverwandt, also wäre das durchaus denkbar. Wobei, das gibt's ja auch in extremen Fällen, obwohl die Leute verwandt sind, aber wir leben ja hier nicht auf dem Land.

Egal, nun noch schnell die Keilleisten für die Aufhängung. "Opa, die Platte ist 22 mm stark, wenn ich das Sägeblatt auf 30° stelle, komme ich doch da erst recht nicht durch!" - "Dat Material is vielleicht nich so hart wie dat andere.." Zack, wieder steckengeblieben und die drei Böcke - also Opa und die beiden Arbeitsdinger da - soweit verschoben, dass sie fast zusammengeklappt wären. Auch alle drei. Mittlerweile hatte ich 400 Puls und wollte die Scheiße hinschmeißen. "Was ist denn nun mit der anderen Säge?", fragte ich wutentbrannt. "Die kann man nicht auf Gehrung stellen", entgegnete der mehr und mehr zum Gegner mutierte Großvater. "Dann lassen wir es einfach, ich hau dann ab" - "Hol die doch ma her, so genau weiß ich dat gar nich..." Aha! Geht doch. Aber nach welchen Strapazen, das steht auf einem anderen Blatt, bzw. weiter oben im Text.

Jetzt kam auch noch Oma dazu, die zuvor den Garten gießen durfte, wollte oder musste. Auch sie sehnte sich anscheinend nach ein bisschen Sägemehlpanade und so standen wir zu dritt in der staubigen Enge der Garage, auf deren dach die Sonne munter bruzzelte und die Teerpappe von einem Aggregatzustand in den nächsten jagte. Im Endeffekt ist nun keine der Platten winklig, da Opa im Halbdunkel weder anzeichnen, noch messen, noch überhaupt was sehen konnte - schlechten Lichtverhältnissen, aufgewirbeltem Staub und grauem Star seien Dank. Ich meine, das Anzeichnen habe ich ja dann lieber übernommen, doch auch die wirklich nicht so herausfordernde Aufgabe, mal eine Schraubzwinge für die Führungsleiste anzuziehen, erfüllte der alkoholisierte Murmler ganz und gar nicht zu meiner Zufriedenheit. "Kommt doch nich so auffen Schnaps an, oder?" Doch, kommt es, da nachher noch ein Kantenschutz aus Alu ringsum angebracht werden sollte.

"Dat is nich so leicht, solche Leisten auf Gehrung zu sägen... lass dir dat gesacht sein... aber ihr hört ja nicht auf ein'!" Oh, natürlich ist es nicht leicht, wenn man die Kanten der Platte zickzackförmig sägt, weil die Führungsschiene permanent verrutscht und das Sägeblatt im Arsch ist. Und mit dem dauernden Majestätsplural kann man mich auch nicht so einfach besänftigen, von wegen "ihr hört ja nicht".

"Wenne die Leisten hier sägen wills', kannze ja runnerkommen...!" ...AAAAAAAHHHH!

So hart und undankbar sich diese Schilderung auch anhören muss, aber die Menschen, die den "Tyrann im Blaumann" kennen, werden beim Lesen zustimmend nicken. Ich habe ihn ja lediglich um die Benutzung seines Werkzeuges gebeten, doch er muss ja immer mit dabei sein, man bekommt also nur das Komplettpaket aus Vorwürfen + Werkzeug.
Die Folge: Das Projekt habe ich erstmal auf Eis gelegt, es gibt zum Geburtstag übermorgen ein Ausweichgeschenk für Schwesterchen und ich werde mir nach und nach meine eigene Werkstatt erweitern, um nicht mehr fragen zu müssen. Besten Dank.

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Tu Mi Lei in Frõngfoadd

Was hat das zu bedeuten? Zunächst mal ein herzliches "Tach", endlich wieder im Ruhrpott-Deutsch. Vier Wochen hatte ich nun hessisches Gebabbele um mich, da ich mich beruflich in Frankfurt aufhalten musste durfte. "Oh, der feine Herr - erst Hartz IV und dann auf einmal direkt ins Zentrum der Hochfinanz", mag man nun denken, doch weit gefehlt: Ich war nur in der Produktion "uff Mondaaasch", also habe von Mainhattan nicht viel gesehen. War vielleicht auch besser so, denn möglicherweise hätten uns die dynamischen und erfolgsorientierten Banker direkt als Unterschichtler aus dem Niedriglohnsektor entlarvt und mit Ihren Aktentaschen vermöbelt oder gar dem Schlips stranguliert.

So blieben der Kollege und ich vor Ort lieber im Vorort. Hat ja auch seinen Charme. Ach doch, einmal wagten wir uns mit dem KFZ ins Herz der Metropole, um mal ein bisschen durch die Innenstadt zu bummeln, landeten aber prompt auf der bekannten Sündenmeile, nämlich der Kaiserstraße. Dass das ein Versehen war, glaubt mir sowieso keiner, aber ich habe ein reines Gewissen. Aber mal was anderes: Was ist das für ein Eindruck, den man als Tourist bekommt? Man geht vom Hauptbahnhof in die Stadtmitte und landet direkt zwischen Sex-Shops, Porno-Kinos und zwielichtigen Ramschläden, in denen halbseidene "Menschen mit Migrationshintergrund" (wir sagen hier "Paselacken") Hehlerware verramschen. Erst nach einem zwanzigminütigen Fußmarsch sieht man dann auf einmal die "normalen" Einzelhändler. Im Nachhinein habe ich dann gehört, dass man wohl lieber auf die "Zeil" hätte gehen sollen, aber wer sagt einem sowas? Ja okay, es gibt sowas wie Touristeninformationen oder einheimische Festangestellte, mit denen wir täglich acht Stunden gearbeitet haben, doch die Barrieren zwischen denen und uns Dienstleistenden mussten erstmal aufgebrochen werden, was beinahe die vollen vier Wochen dauerte.

Aber es war natürlich nicht alles schlecht. Zum Beispiel konnte ich die "best Worscht in town" verköstigen, die es in verschiedenen Schärfegraden gibt. Und im kleinen Hotel, welches direkt im Gewerbegebiet gegenüber der Arbeitsstelle lag, haben sich die asiatischen Inhaber rührend um uns gekümmert, um den durch die angrenzende Autobahn und damit verbundenen Stress durch Lärm wohl ein bisschen zu mildern. Allerdings kamen die Burschen mir ein bisschen zu unterwürfig daher. Vielleicht war aber auch nur der Wortschatz ein bisschen beschränkt, nämlich auf die Worte "tut mir leid" und "Verzeihung". Das sah dann morgens wie folgt aus: Sobald man am Frühstücksbuffet auch nur ein Scheibchen Käse von der dafür vorgesehenen Platte entfernte, kam besagter Bediensteter sofort und sagte: "Tu mi lei... hole neu". Mir kam schon der Verdacht, der Knabe hieße vielleicht "Tu Mi Lei", doch bestätigen kann ich es nicht.

Alles in allem (oder in alles) bin ich aber froh, wieder in der Heimat zu sein, nicht zuletzt, weil man hier die Möglichkeit hat, mal eben um die Ecke in eine Pizzeria, Dönerei oder Pommesbude zu gehen. Das habe ich da ein bisschen vermisst. den Thai-Imbiss aber werde ich erstmal meiden; ich kann keine Verneigungen mehr sehen. Und die Badesalz-DVD kommt nach ganz hinten ins Regal, da ich vom Hessischen auch erstmal genug habe. Sonst geht's mir gut und ich freue mich darauf, die Auslöse für unnötigen Schnickschnack auf den Kopf zu hauen. Vielleicht kaufe ich mir dieses eine neue Buch, in dem es um die Sinnlosigkeit in manchen tagebuchartigen Blogeinträgen geht...

Menschliches Furzkissen

Es war sicher nicht die beste Idee, vor dem morgigen Arztbesuch eine Kohlsuppen-Konserve zu vertilgen, da der Onkel Doktor im Zuge der Untersuchung wahrscheinlich wieder wie wild auf dem Bauch rumdrückt. Ich bin nur gespannt, welchen Aggregatzustand die hoffentlich vermeidbare Schadstoffemission annimmt, doch nach der mittlerweile mehr als einwöchigen Magen- und Darmgrippe stehen die Zeichen eher auf "flüssig" als auf "gasförmig". Wohl bekomm's.

An die netten Singlefrauen: Das ist natürlich alles nur Fiktion, ist doch klar...also ein "igitt" oder ähnliches will ich nicht gehört haben.

Ураган

Das war Russisch, in kyrillischer Schreibweise. Übersetzt heißt es soviel wie "Orkan" oder von mir aus auch "Hurricane". Und wie lautet der Name des momentan über uns hinwegfegenden und vehement gegen die Scheiben drückenden Vertreters dieser stürmischen Gattung? Genau: "Kyrill". Ich wüsste gerne, welcher Idiot wieviel Wind gesät hat, dass wir nun einen solchen Sturm ernten. Vermutlich sind es Sittenverfall, Billiglöhne, Kriminalität und "Deutschland sucht den Superstar", die den Allmächtigen so sehr entzürnt haben, dass er nun dieses Unwetter schickt. Verstehen könnte ich es...

Präteritum + Konjunktiv II = Opalativ

Ein neuer Fall ist geboren: Der vorwurfsvolle "Vorwurfsfall". Eigentlich handelt es sich um den Modus eines Verbs oder - in der hier beschriebenen Konstellation - einen neuen Stern am Himmel der rhetorischen Stilmittel, den ich hiermit auf den Namen "Opalativ" taufe (bitte nicht verwechseln mit dem "Optativ", auch wenn diese "Wunschform" gar nicht mal so weit entfernt ist, jedoch vermutlich in eine andere Richtung zielt).

"Ich dachte, du hättest mal angerufen!"

Hier kommt direkt das Paradebeispiel und schon ist auch der Namensgeber dieser Figur auszumachen, denn wer sonst würde sich eines solchen Untertones bedienen, wenn nicht der Opa? Niemand sonst ist in der Lage, soviel Missmut und negative Energie in einen Satz zu legen, alleine in dem Willen, das Gewissen des Gegenübers zur notorischen Beißwut abzurichten, ja, es zu einem Folterknecht zu drillen, der einem schlaflose Nächte und - von Bürojobs ausgehend - Tage bereiten soll.

Eingeleitet wird der Opalativ immer mit dem inhaltlich falschen Präteritum "ich dachte". Dazu gesellt sich dann noch schnell der Konjunktiv II, der in diesem Fall als Irrealis Verwendung findet: "...du hättest mal angerufen." Nein, habe ich nicht. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich, man kann einem quasi aus allem einen Vorwurf machen und diesen direkt durch den Opalativ implizieren.

"Ich dachte, du wärst mal vorbeigekommen!"

Der nächste Klassiker. Ich will ja verstehen, doch ich kann es einfach nicht, denn mir käme es nicht in den Sinn, auf diese Weise die Mimose zu spielen und meiner Enttäuschung, für die es keinen rechten Anlass gibt, Ausdruck zu verleihen. Es ist alles eine Sache der Verhältnismäßigkeit und des persönlichen Empfindens, das gebe ich zu. Aber ich kann sehr gut damit leben, wenn der Opa mich mal an einem Tag keine 14 Mal telefonisch erreicht und ich auch nicht rund zwei Drittel der Wochentage dort zu Besuch bin, um mir die ewiggleichen und ewiggestrigen Geschichten anzuhören. Also wenn ich 63 kg beleidigte Leberwurst will, gehe ich zum Metzger und bestelle sie mir. Geschnitten, nicht am Stück!

Doch es ging ja ursprünglich um den Opalativ und dazu nun noch meine abschließende Frage: Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Nächstes Mal: Mundopaganda.

2006 > 2007

Sooo, das Jahr neigt sich dem Ende und ich versuche, ein bisschen zu resümieren, bzw. den Blick nach vorne zu richten. Und keine Angst, ich fange nicht das Labern an, sondern beschränke mich auf wenige Gedanken.

Also entgegen meiner im Oktober aufgestellten Vermutung habe ich meine Lohnsteuerkarte für 2007 schon abgegeben und auch die aus 2006 wird noch die Einträge dreier Arbeitstage aufweisen. Wer hätte gedacht, dass das nochmal was wird? Also ich nicht. Jedenfalls schimpfe ich mich nun EDV-Operator, aber zu erklären, was ich genau da mache, nähme zuviel Zeit in Anspruch. Ich sage es einfach mit den Worten des Personalchefs: "Sie sind zwar überqualifiziert, aber ich kann ihnen erst einmal was anbieten, damit sie aus diesem Hartz IV rauskommen." Und ich finde, das ist doch der erste Schritt und der ist nun getan.

Der Opa ist nun natürlich beleidigt, da ich nicht permanent zur Verfügung stehe und er mich nach einer Nachtschicht nicht schon morgens mit Anrufen belästigen kann. Sein Wunsch, ich möge doch so, so, so hoffentlich eine Arbeit finden, war also stets geheuchelt, wie man schon länger vermutete. Er lebt in seiner eigenen Welt, kann nicht verstehen, dass man auch mal eine Arbeitsstelle annehmen muss, deren Anschrift nicht denselben Straßennamen trägt, wie der Wohnsitz des Arbeitnehmers und dann noch nicht einmal den Sprit bezahlt bekommt, wenn man mal von Essen nach Düsseldorf fahren muss. Und Lücken im Lebenslauf sind doch auch nichts dramatisches, was sind schon zweieinhalb Jahre Joblosigkeit im Zeitalter des Kosmos? "So lang is datt schon? Wie die Zeit vergeht..." Sach bloß.

Dann hätten wir da noch eine magische Zahl, nämlich diese schon in der Werbung als furchterregend dargestellte 19. Aber da bleibe ich direkt in den Gefilden der Fernsehwerbung und scheiße auf die Mehrwertsteuererhöhung wie das "KiK-Männeken". Also auf beides, wenn man es genau nimmt. Oder auf die Werbung gleich mit, genau. Ändern kann man es jetzt nicht mehr und ich bin ohnehin der Überzeugung, dass die vielen versteckten Preiserhöhungen den Kunden um einiges mehr kosten. Benzin wird auch wieder teurer, aber da zitiere ich einfach aus einem bekannten Hit meines Beinahe-Namensvetters: "Und kost' Benzin auch drei Mark zehn... scheißegal, es wird schon gehn..."

Es gibt nämlich Schlimmeres, zum Beispiel, dass meine Stecklinge anscheinend keinen Lebenswillen mehr haben, bzw. meine Pflege der kleinen Kumpanen aufgrund mangelnder gärtnerischer Erfahrung eher stümperhaft ist. Habe ich sie auf dem Gewissen? Einer der kleinen Burschen in meinem Fensterbank-Gewächshaus scheint aber noch tapfer durchzuhalten und ich hoffe, ihm im Frühjahr die Freiheit in einem geschmeidigen Beet schenken zu können. Jetzt denken sicher alle: "Klar, was züchtet so ein junger Bursche wohl für ein Gewächs, der will doch sicher nur einen durchziehen." Aber mitnichten. Ich habe anscheinend so viel Zeit mit den Rentnern verbracht, dass ich mich für die ansonsten eher den älteren Semestern zugeschriebenen Hobbies interessiere: Gärtnerei und Heimwerkern. Ach ja, und das Motzen natürlich. Die Handgelenktasche, die den Notizblock zum Aufschreiben von Falschparkern beinhaltet, ist auch schon geordert.

Im Ernst: Es handelt sich bei den Ablegern um meine persönliche Lieblingsblume, nämlich die Kapmargerite (Osteospermum), worüber ich aber gerne ein anderes Mal referiere. Ich kann die Spannung des Lesers förmlich spüren. Witzig war lediglich der Kauf des Gewächshauses, weil mir an der Kasse der Gedanke kam, die Frage "brauchen sie 'n Bon" bewusst falsch zu interpretieren als "brauchen" oder "rauchen sie 'nen Bong" und mit einem "nee, ich habe schon einen" oder "rauche nur Tütchen" zu antworten. Naja, man muss dabei gewesen sein. In meinen Hirnwindungen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich von diesen Drogen Abstand nehme, aber dafür süchtig nach Currywurst und Spezi bin. Jedem das Seine.

Phrasendrescherei fehlt noch, wie man sie allüberall hat wahrnehmen können in den letzten Tagen. Ob vom resignierten "wir müssen ja gesund bleiben, damit wir arbeiten können und wir müssen arbeiten, damit wir leben können" bis zum schlüpfrig-schmierigen "rutsch gut rein"; es war alles dabei. Und das mehrfach. Wäre ich nicht so ein Supermarktmusik-Fetischist, ich hätte den Laden nur noch mit Oropax betreten, um dem aus dem Weg zu gehen. Alles wird gut oder schlecht, alles wird besser oder schlechter oder Schlächter, alles wird anders, Anders wird Lanoo (oder ist es ja bereits), usw.

Wie dem auch sei: Ich halte jetzt den Rand und wünsche allen - meine Person eingeschlosssen - ein wirklich frohes neues Jahr 2007 und hoffe mal, dass es vor allem eines wird: GESCHMEIDIG.

Weihnachtsgruß

Ich mache es kurz, bin kein Redner. Ein schönes und frohes Weihnachtsfest wünsche ich meiner Familie, meinen Freunden, meinen guten Bekannten und allen, die sich zufällig oder absichtlich auf meine Seite begeben, oder sonstwie in mein Leben getreten sind.

Lasst Euch reich beschenken mit Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und macht Euch ein paar besinnliche und entspannte Tage!

In diesem Sinne

Euer Docster

Eiligabend

Damit meine ich nicht die französisch ausgesprochene Version des Heiligabends mit einem gehauchten "H" (h aspirée, wenn wir uns erinnern), sondern den Tag davor, der in meinen Befürchtungen ja der überlaufenste sein würde, was den Betrieb auf den Straßen und in den Geschäften angeht.

Doch ich wurde eines besseren belehrt. Das kleine Schwesterlein und ich machten eine Tour nach Bottrop, um bei Trends ein bisschen zu bummeln und schon auf dem Weg dorthin war die Hauptverkehrsader B224 verdächtig leer - ebenso wie der Parkplatz. Und der Laden selbst? Also ich zählte mehr Verkäufer als Kunden, was aber nicht daran lag, dass man für den Run auf die letzten Geschenke noch zusätzliche 2.000 Kräfte eingestellt hatte.

Dann ging es auf in die nächste Stadt: Mülheim a.d. Ruhr. Hier wollten wir uns ins Rhein-Ruhr-Zentrum wagen und wer mal an einem normalen Samstag dort einkaufen war, der weiß, dass man starke Nerven und ausreichend Sprit für die mindestens halbstündige Stau-Steherei und Parkplatzsuche mitbringen muss. Nicht so einen Tag vor Heiligabend. Zwar herrschte nicht direkt gähnende Leere, aber im Vergleich zu sonst war wirklich nix los.

Im Getränkemarkt schließlich warteten vier Kassiererinnen auf uns, die wir die einzigen Kunden waren. Ein bisschen fühlte ich mich an den Film "28 days later" erinnert, in dem der Protagonist plötzlich mutterseelenallein durch das verlassene London zieht.

Meine Theorie ist ja, dass viele Menschen einen ähnlichen Gedanken hegten, wie ich ursprünglich, nämlich, dass man  besser daheim bliebe, um dem großen Ansturm zu entgehen. Oder natürlich, es haben alle nochmal einen Winterurlaub gebucht, ehe das Geld im nächsten Jahr noch knapper wird (wobei wir doch mit dem großen Aufschwung rechnen, also keine Panik).

Ein bisschen voller wurde es dann abends auf dem Weihnachtsmarkt am CentrO Oberhausen. Allerdings war ich letzten Endes voller als die Promenade, was nicht zuletzt an einigen Glühwein mit Schuss lag. Die führten in Kombination mit einem halben Meter Bratwurst und Champignons in Knoblauchsoße sogar dazu, dass ich in einem bis 22.00 h geöffneten Herrenoberbekleidungsgeschäft, welches meine Oma immer als "Sankt Oliver" bezeichnet, noch einen schönen Schnapper machen konnte. Natürlich nicht zuletzt durch die Unterstützung des Schwesterleins, das noch eine Spur angeheiterter war und mit den Angestellten feilschte, die mir wahrscheinlich deswegen 40 % auf die von mir erworbenen Schuhe gaben, damit wir schleunigst den Laden verließen.

Der Kauf wurde noch mit einem Stück fettiger Salamipizza gefeiert und ich muss sagen, es war ein gelungener Tag. Der Mageninhalt hat auch nicht den Ein- als Ausgang gebraucht und somit steht einem frohen Fest nichts mehr im Wege, welches ich dem Leser noch in einem gesonderten Eintrag wünschen werde...

Arbeit!

Endlich. Am 27.12. geht's los. Wurde auch Zeit. Besonderer Dank gilt allen, die mir gratuliert und über die Durststrecke an meine Fähigkeiten und mich geglaubt haben. Und ganz speziell natürlich dem Herrn B. für das Vitamin B.

Hirnlose Hausverwaltung

Kurz zur Vorgeschichte: Das Mehrfamilienhaus, in dem ich wohne, gehörte meinen Großeltern, doch stellte eine zu hohe Belastung für die beiden da - keine finanzielle, sondern nervliche und körperliche. Doch anstatt es in einem fürsorglichen Enkel zu überlassen, wurde es an einen Immobilienheini veräußert, der daraus direkt Eigentumswohnungen für Kapitalanleger machte, welche in die Hände einer überaus inkompetenten Hausverwaltung geraten sind.

Anfang August bekamen wir dann die Abrechnung der Nebenkosten, welche für die einzelnen Mieter sehr unterschiedlich ausfiel. Während man mir z.B. knappe 14 Euro zurückerstatten wollte, sollte ein anderer Mieter mal eben 400 Euro nachzahlen. Die Abrechnungsgrundlage war eine ganz andere als die von Opa verwendete und plötzlich sehnte man sich den alten Eigentümer zurück. Zahlungsziel war übrigens der 15. August, während die Herrschaften Hausverwalter die Guthaben erst Ende August auszahlen wollten.

Aber es kam ja ganz anders, da natürlich viele Mietparteien Widerspruch einlegten. Plötzlich wurde nämlich nochmal alles neu berechnet und während der eine Stratege mit den 400 Euro nur noch 80 nachzahlen sollte, wuchs mein Guthaben von 14 auf 84 Euro an. Das hatte anscheinend die Eigentümerversammlung so beschlossen. Nur wer ist nun der angeschmierte? Offensichtlich stimmt doch da hinten und vorne nix mehr.

Sollte mir aber auch egal sein, schließlich kriege ich ja mehr raus. Diesmal hieß es, man zahle die Beträge Ende Oktober aus. Na sicher doch. In der zweiten Novemberwoche musste ich dann - mangels Geldeingang auf meinem Konto - schon daran erinnern. Und nun der erste Kracher: Die überaus unfreundliche Angestellte teilte mir mit, man habe noch nicht von allen Mietern die Nachzahlungen erhalten und wolle das Konto nicht so weit "in die Miesen fahren", weshalb es sich ein wenig verzögert hätte. "Geht nächste Woche raus."

Was kann ich dafür, wenn die Paselacken hier im Haus ihrer Zahlungspflicht nicht nachkommen und die Hausverwaltung anscheinend nicht liquide genug ist, ihre Schuld zu begleichen? Doch ich blieb relativ geschmeidig, äußerte nur kurz meinen Unmut und wartete. Bis gestern. Da blieben die Versuche, jemandem im Büro der blonden Besen zu erreichen, jedoch ohne Erfolg. Klar, ich rief ja auch um 14.30 h an - also außerhalb der Bürozeiten. Die Damen erscheinen wohl nur für ein fünfstündiges Dauerschläfchen.

Heute morgen dann, um 9.15 h (Arbeitsbeginn ist bei denen laut Band um 9.00 h) hatte ich dann eine andere Tante am Apparat. Und wieder blieb ich freundlich, während Madame schon durchblicken ließ, sich ein wenig gestört zu fühlen. So früh am Morgen kann ich das verstehen. Mein Beileid.

"Ich hatte vor einem Monat schon einmal angerufen, sie erinnern sich?" - "Ach so, das Geld ist aber raus." - "Das ist merkwürdig, denn ich sitze gerade vor dem PC und kann hier keine entsprechende Kontobewegung feststellen. Wann haben sie es denn rausgeschickt?" - "Da muss ich mal die Kollegin.. ach, die ist gerade verschwunden.. kann ich sie zurückrufen?" Natürlich konnte sie. Aber dazu brauchte die Furie satte anderthalb Stunden, nur um mich mit einem "geht nächste Woche raus. Danke, Tschüss" abzuwürgen. Ich kam nicht mal mehr zu Wort.

Ist wohl eine ähnliche Standardantwort wie in den Imbissbuden die Auskunft darüber, wie lange denn die Zubereitung des Essens dauert. Ganz gleich, wie voll der Laden ist, der indische Pizzabäcker sagt immer nur: "Zehn Minut!" Naja, mittlerweile ist der Durchmesser meiner Halsschlagader wieder geschrumpft. Da ich aber damit rechne, dass das Geld nächste Woche noch immer nicht drauf ist, sollte ich die Verwaltung wohl mal in Verzug setzen und als letzten Schritt ankündigen, den Betrag einfach von meiner Miete abzuhalten. Ich möchte nicht wissen, was dann sofort für ein Ärger entsteht.

Oder ich sage einfach, dass es mir noch nicht so recht passt mit der Überweisung der Miete, da ich mein Konto nicht so strapazieren will und durchaus besseres mit meinen Finanzen vorhabe. Ich glaube, ich mache eine Umschulung zum Mietnomaden, dann können die mal sehen, wie sie gucken! Vollidioten.

"Ick hab' schön vorn Kopp jekriegt."

Zitat von Axel Schulz nach dem mehr als enttäuschenden Kampf gestern. Det gloob ick ooch, wa. Man konnte wirklich beinahe Mitleid bekommen, so wurde er vorgeführt. Doch 1,5 Millionen Euro für eine knappe halbe Stunde Rumstehen sind doch gar kein schlecht verdientes Geld.

Ich weiß auch, wo der Haken war, der ihm einen Haken verpasste: Er hatte seine Fackelmann-Mütze nicht auf und ohne diese ist er nur ein halber Mensch. Selbst bei seiner Hochzeit durfte die ja nicht fehlen und das legt die Vermutung nahe, dass sie einen Chip enthält, auf dem die paar wichtigen Bewegungsabläufe, sowie der Wortschatz gespeichert sind. Hirnersatz quasi. Alles versteckt in dem kleinen Nübbelchen an der Mützenoberseite. Da, wo sonst der Propeller sitzt.

Eine andere Theorie wäre, dass er möglichst schnell in den VIP-Bereich zu den übrigen D- bis F-Promis wollte, um mit ihnen den üblichen und leider oft auch gesendeten, stumpfen Small Talk zu halten. Hier tümmelten sich auch viele Privat-Proleten, die während der übertragenen Interviews eindrucksvoll demonstrierten, dass sie auch alle ein Handy haben und sogar schön in die Kamera winken können. Da muss ich an Kalkofes Persiflage auf Hans Rosental denken: "Nicht winken.. in der Großstadt!" Klar, peinlicher Kampf und anschließend das peinliche Publikum.

Der Abend war jedenfalls der komplette Reinfall. Schade um den ganzen Aufwand, den man betrieben hat. Unter gestalterischen Aspekten hat mir der von Leuchttafeln mit Szenen aus Axel Schulz' Karriere illuminierte Gang am besten gefallen. Aber das nur am Rande.

Die großartig als "Nacht der Antworten" angekündigte Vorstellung endete für Schulz jedenfalls in einem Desaster und er gab die passendste Antwort am Ende selbst: "Ick hab' einfach beschissen jeboxt. Ick hab' mich übaschätzt."

Versuch macht kluch.

Faden Vorhang

Diesmal geht es nicht um den Fadenvorhang, der der meistgesuchte Begriff auf meiner Seite hier ist und mich sogar bei Google nach ziemlich weit oben katapuliert hat. Nein, es geht um meine faden Vorhänge und Gardinen. Zugegeben, sie könnten mal wieder eine Reinigung vertragen (wieso "wieder"?), aber ich bezweifle, dass sie mir im sauberen Zustand besser gefallen.

Das Problem ist einfach nur, dass sie teilweise extreeem teuer waren, was man ihnen aber nicht ansieht. Naja, höchstens, wenn man auf das fröhliche Häschen achtet, was da unten am Saum baumelt. Aber muss ich sie deshalb ein Leben lang behalten? Kauft überhaupt jemand gebrauchte Gardinen und Vorhänge? Was sind die Alternativen, doch lieber was Günstiges, was man dann schneller mal wieder wechselt oder gar wechseln muss, weil einfach der Verschleiß aufgrund minderwertigerer Qualität ein höherer ist?

Irgendwie habe ich den Faden verloren...

Supermarktmusikohrwurm

Letztens ist es wieder passiert: Ich habe mir beim Einkaufen einen Ohrwurm eingefangen und zwar einen von der ganz üblen Sorte, also diese Viecher, die man zwar schon sooo oft hatte, aber nicht mehr zuordnen kann. Ist immer so, da bekomme ich die letzten Textzeilen mit, kann sie aber aufgrund des allgemeinen Treibens in den Gängen nicht richtig verstehen und habe somit keinen Anhaltspunkt für eine Volltextsuche und der "MusicFinder"-Service mancher Mobilfunkbetreiber ist ebenso irritiert von den Störgeräuschen. Ist der Stör nicht ein Fisch? Wieso macht er Geräusche im gesamten Supermarkt, kann er sich nicht auf die Fischtruhe beschränken? Und wieder ein Witz für "7 Tage - 7 Köpfe".

Aber im Ernst: Das macht mich madig, zumal ich nur eine gewisse Passage aus dem Lied summen kann. Und das nicht mal richtig, da mein Gesangstalent entweder zu wünschen übrig lässt oder gar nicht vorhanden ist. Kann man einfach den Marktleiter nach diesen den Kunden einlullenden Endlosschleifen fragen? Oder vielleicht in den CD-Laden rennen und dem Verkäufer ein Ständchen bringen? Das wäre vielleicht eine Übung gegen soziale Phobie... vielleicht sollte ich es mal tun.

Wohnsendungen/-zeitschriften/-bücher

Ich sehe sie alle, ich zeichne sie auf, ich sammle sie und informiere mich. Aber irgendwie ist der Inhalt - sei es in gedruckter oder anderer Form - oft nicht zufriedenstellend, da entweder die detaillierten Beschreibungen irgendwelcher Umbaumaßnahmen und Verschönerungen fehlen oder umgekehrt alles auf den Heimwerker zugeschnitten ist, aber in dem Fall wiederum das Design auf der Strecke bleibt.

Oftmals hat man auch den Eindruck, dass die in vielen Wohnsendungen gezeigten Umgestaltungen lediglich einen Showeffekt besitzen sollen und man sich eher wie in einem Schaufenster oder perfekt gestylten Möbelhaus fühlt, wo man sich nicht traut, auch nur die kleinste Kleinigkeit anzufassen, geschweige denn zu verrücken. Verrückt.

Man muss sich also wirklich die verschiedensten Tipps mühsam zusammenklauben, also am besten eine Anregung in der Wohnzeitschrift holen und dann etwas über die Umsetzung in Fachbüchern für Maler, Schreiner, Trockenbaumonteure suchen. Denn wie oft heißt es "die Wand wird mit einem Paneel aus MDF verkleidet" und kein Schwein weiß, wie man es hinbekommt, dass die Schraubbefestigung nicht zu sehen ist.

Andererseits könnte man auch den Herstellerhinweisen in den Zeitschriften folgen, doch ist mir aufgefallen, dass immer öfter für den Normalverdiener unerschwingliche Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände angepriesen werden. Bedeutet also "schöner wohnen" sofort auch "teurer wohnen"?

Vielleicht nicht, aber es setzt zumindest handwerkliches Geschick, Ideenreichtum, ein kreatives Köpfchen und Händchen für Dekoratives und zugleich Praktisches voraus. Möglicherweise wäre das eine Marktlücke: Einfach mal für jedermann erschwingliche Wohnkonzepte vorstellen, Adressen für günstige und zugleich gute Artikel sammeln und nachvollziehbare Anleitungen liefern, die auch für den Laien verständlich und mit ein wenig Übung auch umsetzbar sind.

Ob da Interesse besteht....?

"Was ist dir lieber..."

Na, kommt irgendwem der Buchtitel bekannt vor? Es handelt sich um ein Bilderbuch, welches mir bis heute in Erinnerung geblieben ist. Mir war lediglich der Name dieses Reliktes aus meinen Kindertagen entfallen, doch ich habe noch einzelne Bilder vor Augen und weiß, dass es schon irgendwie schrecklich auf mich wirkte damals.

Jedenfalls unterstellten mir sowohl Mum, als auch meine Schwester, ich hätte mir diese Schauergeschichten nur ausgedacht, woraufhin ich todesmutig in den mütterlichen Keller ging - der noch gruseliger ist als das Buch - um eben dieses zu suchen. Aber leider konnte ich es in den düsteren und unaufgeräumten Weiten nicht finden, wodurch ich wieder mal diverse Online-Auktionshäuser und Suchmaschinen bemühte, um jetzt endlich fündig zu werden.

John Burningham - "Was ist dir lieber...". Ein lautes "HA!" an dieser Stelle. Aber gleichzeitig macht sich auch wieder die Furcht breit, die mir schon damals das auf dem Titelbild befindliche Schwein einjagte.
Und jetzt weiß ich endlich auch, wieso Rothaarige so wenig Anklang bei mir finden - man beachte nur das Kind, welches sich den Roller mit dem Schwein teilt. Rote Locken! Dazu noch diese Ballerina-Schuhe, da muss man als kleiner Junge beim Lesen doch Angst bekommen. Das (vordere) Schwein hat auch keine Hose an, das ist also anscheinend nicht erst seit Goleo in Mode. Naja.

Hier zitiere ich mal die Kurzbeschreibung (gefunden auf amazon.de):

Was ist dir lieber, dass ein Elefant dein Badewasser austrinkt, ein Vogel dein Mittagessen stiehlt, ein Schwein deine Kleider anzieht oder ein Nilpferd in deinem Bett schläft? Jede Seite dieses Bilderbuches ruft neue Monstren aus dem kindlichen Panoptikum des Schreckens auf. Spinnenschnitzel Schneckenknödel oder Stiere im Supermarkt. Sogar Eltern! Aber worüber man einmal gelacht hat, versetzt einen nicht mehr in Angst. 60 Angebote, sich zu entscheiden. Absurd, urkomisch, schön schrecklich und schauerlich, alltäglich und wunderbar grauenhaft. Ein feinsinniges und hintergründiges Buch zum Wonnegruseln. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Bilderbuchpreis 1980.

Sitzen da eigentlich auch Kinder in der Jury? Also ich hätte keinen Preis verliehen, soviel steht fest. Aber eines muss man dem Buch lassen: Es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sonst hätte ich nicht nach 26 Jahren noch eine so genaue Vorstellung davon.

Ich versuche gleich mal zu schlafen, bin mir aber nicht sicher, ob es gelingt. Vielleicht lenke ich mich mit dem Struwwelpeter ab...

Arsch aufwecken

Klar, jetzt denken zig Frauen an das allmorgendliche Prozedere, wenn es darum geht, den schnarchenden, sabbernden und womöglich noch furzenden Faulpelz auf der Beifahrer- oder Fahrerseite des gemeinsamen Bettes aufzuwecken, um ihm mitzuteilen, dass das Frühstück, welches man ihm mit der noch immer wie am ersten Tag währenden Liebe bereitet hat, schon parat steht.

Mich aber plagt ein wesentlich unangenehmeres Problem: MEIN Arsch ist eingeschlafen, was nicht zuletzt an dieser Trecker-Sitzschale liegt, auf der ich ihn platziert habe. Und sowas verkaufen manche Möbelhäuser als PC-Stuhl. Schläft dann eigentlich der Schließmuskel mit ein und man verliert die Kontrolle über den anderen Stuhl? Gott bewahre!

Jetzt zieht dieses schmerzhafte Gefühl auch noch weiter in die Beine und ich weiß genau, was nachher passiert, wenn das Blut zurückschießt in die beinahe abgestorbenen Extremitäten. Aua, aua, aua. Nee Kinder, ich muss jetzt hier weg, denn schon droht eine weitere Gefahr: An der kalten Sitzfläche festfrieren. Aber wenigstens spüre ich davon nix mehr. Grenzt ja fast an so manch' dramatische Filmszene, wenn ein Sterbender "mir ist kalt... ich kann meine Beine nicht mehr spüren.. ich glaube, ich schaff's nicht..." aushaucht.

Da ich kein devoter Hobbysklave bin, der sich ordentlich den Hintern hauen lässt, bleibt mir nix anderes übrig, als einfach nur durch die Bude zu laufen, kriechen oder robben, bis sich endlich alle Körperteile bequemt haben, aufzuwachen. Wobei die dann auch fast schon wieder pennen können, wenn ich so auf die Uhr sehe.

Eine angenehme Nacht und morgen früh viel Spaß mit dem "Würstchen im Schlafrock", sofern ihr neben einem nächtigt. Aber es gibt ja auch noch glückliche Beziehungen...